So wird die Freibad-Beckenlandschaft nach der Sanierung aussehen.

                                                                                                                              Das Projekt wird gefördert von:

 

Die Geschichte des Freibades kurzgefasst

 

Ab 1900 etwa gab es in Leichlingen die Badeanstalt „Germaniabad“, das erste große Freibad im Bergischen Land, das täglich frisches Wasser aus dem nahe gelegenen Schmerbach erhielt und wo an sonnigen Wochenenden viele Familien ihre Freizeit verbrachten.

Rund ein halbes Jahrhundert später entsprach das Bad nicht mehr den Anforderungen eines damals modernen Freibades, so dass die 1954 gegründete Freibad-Gesellschaft e.V. nur zwei Jahre nach ihrer Entstehung das Freibad an dem heutigen Standort errichtete. Es entstanden ein 50-Meter Schwimmbecken mit integrierter Sprunggrube und Sprunganlage, ein kleines, rundes Planschbecken sowie ein Wirtschaftsgebäude mit Sanitäranlagen, Umkleiden und einem kleinen Gastronomiebereich.

 

Bei einer größeren Sanierungsmaßnahme im Jahr 1999 wurde das 50-Meter-Becken durch mittige Einbringung des Technikbereiches zweigeteilt. Das Freibad erhielt ein 25-Meter Schwimmer- und ein großzügiges Nichtschwimmerbecken. Für die kleinen Badegäste wurde ein modernes, buntes Planschbecken mit einigen Spielattraktionen geschaffen.

 

Entscheidung zu erneuter Sanierung und Modernisierung

 

Seit den letzten Sanierungsmaßnahmen sind über 20 Jahre vergangen. Die Beckenbetonkörper, die im Beckenumgang untergebrachte Verrohrung und viele andere Bereiche sind in die Jahre gekommen und müssen wieder einer gründlichen Sanierung unterzogen werden, um weitere lange Zeit einwandfrei und betriebssicher funktionieren zu können.

 

Damit jedoch die Freibadbecken nicht nur einen neuen Anstrich erhalten, sondern auch attraktiv und bei den Badegästen beliebt bleiben, entschied die Bäderbetriebsgesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates und des Rates der Stadt Leichlingen, im gleichen Zuge der Sanierungsarbeiten, die Freibad-Beckenlandschaft zu modernisieren.

 

Was erwartet Sie?

 

Die Wasserflächen der Becken werden durch eine deutliche Reduzierung an die zeitgemäße Nutzung angepasst. Der künftige Beckenrand wird ca. 45 cm über dem jetzigen Beckenumgangsniveau liegen. Dies verbessert die Einstiegsmöglichkeiten für körperlich eingeschränkte Menschen, reduziert den Schmutzeintrag, stellt für Kleinkinder und Nichtschwimmer eine natürliche Barriere ins Tiefwasser dar. Zusätzlich bietet der erhöhte Beckenrand eine Sitzgelegenheit und dient dadurch als Kommunikationszone. Beide Becken erhalten eine Edelstahlauskleidung.

 

Das Schwimmerbecken behält fünf 25-Meter Bahnen sowie die Sprunggrube mit der notwendigen Wassertiefe von 3,50 m für sichere Wassersprünge von den neuen Sprunganlagen und Startsockeln. Eine gleichmäßige Wassertiefe von 1,35 m erstreckt sich über ein Drittel des Beckenbodens; eine seitliche Einstiegstreppe sorgt für einen bequemen Zugang zur Wasserfläche.

 

Die Wassertiefe des Nichtschwimmerbeckens liegt zwischen 75 cm (an der langen Wassergewöhnungstreppe) und 1,35 m (an der gegenüberliegenden Seite). An der tiefsten Stelle befindet sich eine Kinderrutsche.

 

Zur weiteren Attraktivierung des Freibades ist eine Breitrutsche geplant. Die knapp 10 Meter lange Rutsche besteht aus drei verschiedenen Rutschbahnen und einem eigenen Landebecken.

 

Die Gestaltung eines attraktiven Wasserspielbereichs mit vielfältigen Spielattraktionen und abwechslungsreichen Materialien wird den Bedürfnissen von Kindern unterschiedlicher Altersklassen gerecht. Es wird ein ca. 113 m² großer Spraypark mit sechs attraktiven Wasserspielgeräten wie Lasertor, Wasserkanonen, Wasserdrachenkopf, Wassertunnel und Wasserkelch geben. Für Kleinkinder ist ein separater Wasserspielbereich mit einzelnen Wasserattraktionen, beispielsweise einer Kleinkinderrutsche, einer kleinen Wasserkanone in Form einer Kaulquappe, einer Wasserspinne und einer wasserspritzenden Schlange vorgesehen. In diesem Eltern-Kinderbereich wird es einen Wasserfall geben, von wo das Wasser in Bachläufen und Kaskaden hinunterfließen und den Kindern weitere Spielemöglichkeit bieten wird.

 

Viele Sitzmöglichkeiten (Bänke, Sitzmauern) und Liegebereiche (Rasenflächen, Holzdecks) laden zum Verweilen ein. Die Beckenlandschaft wird von Hecken umsäumt und der Baumbestand erweitert, um in Teilbereichen auf natürliche Weise Schatten zu erzeugen.

 

Großer Wert wird auf die barrierefreie Erreichbarkeit aller Beckenbereiche gelegt. Die Reduzierung der Wasserflächen und die neue Technik tragen zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz bei.

 

Die Objekt- und Tragwerksplanung werden von KRIEGER Architekten | Ingenieure GmbH aus Velbert, die Planung der technischen Ausrüstung von Luces Ingenieure aus Pulheim begleitet.

 

Kosten und Fördermittel

 

Die Sanierungs- und Modernisierungskosten wurden bei der Entwurfsplanung auf insgesamt 4,5 Mio. Euro berechnet.

 

Im Oktober 2020 beantragte die Stadt Leichlingen für die finanzielle Unterstützung der Sanierungsmaßnahmen einen Zuschuss in Höhe von 1,3 Mio. Euro aus Bundesmitteln, dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“; dem Antrag wurde vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages in seiner Sitzung am 05.05.2021 stattgegeben.

 

Die Umsetzung und Betreuung des Förderprogramms erfolgt durch den Projektträger Jülich (PtJ) im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

 

Ende Januar 2022 wurde der Stadt Leichlingen vom Projektträger Jülich der Zuwendungsbescheid übermittelt und kurze Zeit darauf die Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn.

 

Aktueller Sachstand (Mai 2022)

 

Das Projekt befindet sich gerade in der Vorbereitungsphase der Ausschreibungen der einzelnen Gewerke. Nach Abschluss des Vergabeverfahrens geht es dann an die Umsetzung der Projektpläne und die Sanierung des Freibades kann beginnen.

 

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